Social Trading – Die neue Art des Handels an der Börse

Gemeinsam Traden - das ist Social TradingWir leben in einer Zeit, in der wir unser Privatleben über soziale Netzwerke öffentlich machen und mit der ganzen Welt teilen. Fotos vom letzten Mittagessen mit den Kollegen, Statements zu aktuellen politischen Themen und Likes zum neuen Haustier. Doch es geht auch ernster – Ich spreche von Social Trading!
Beim Social Trading oder auch Social Investing offenbart man nicht nur seine privatesten Momente, sondern macht sein Aktiendepot und seine neuesten Anlagen öffentlich und teilt sie mit anderen Nutzern. Der sogenannte Social Trader verschweigt seine Aktienkäufe nicht, sondern gibt sie über die zahlreichen Copy Trading Plattformen bekannt, sodass die Follower am möglichen Erfolg der transparenten Investoren teilhaben können. Und damit kommen wir auch schon zum ersten Stichwort bzw. zum Unterschied zwischen herkömmlichen Traden und dem Social Traden.

„Transparenz spielt beim Social Trading eine wichtige Rolle.“

Transparente Anlagemethoden

Anders als beim herkömmlichen oder konventionellen Handeln an der Börse, wird beim Social Trading sehr viel Wert auf Transparenz gelegt. Das heißt, es gibt keine klammheimlichen Käufe oder Tipps mit vorgehaltener Hand. Alle Aktienkäufe werden direkt live über die Copy Trading Plattformen mit allen anderen Usern geteilt, sodass die Follower – auch Copy Trader genannt – mit ein und denselben Käufen agieren können. Ziel ist es natürlich am Erfolg der sozialen Trader anzuknüpfen. Um die erfolgreichsten Anleger unter der Vielzahl ausfindig zu machen, gibt es bei eToro beispielsweise eine Art Rangliste, die auf Grundlage von Bewertungen anderer Nutzer erstellt wird. Der Anreiz ein Social Trader zu sein liegt im Verdienst. Als guter oder besser gesagt erfolgreicher Social Trader verdient man Geld. Nicht nur durch die gute Strategie seiner Anlagetechniken selbst, sondern durch die Hohe Anzahl an Followern. Die jeweilige Copy Trading Plattform zahlt den besten sozialen Tradern eine Provision.

Im Gegensatz zu der anderer Seite – den Followern – diese müssen meist einen kleinen Obolus an die Trading Plattformen bezahlen, um sich am Geschick der besten Anleger zu bedienen. So wird bei der Teilnahme an Wikifolio eine Zertifikate-Gebühr erhoben, um an dem System teilzunehmen. Andere Plattformen wie eToro oder Ayondo wiederum verdienen ihr Geld durch die Eröffnung von Handelspositionen in Form von Spreads. Ein Spread beschreibt die Spanne von An- und Verkaufskursen einer Aktie.

Social Trading Plattformen bilden das Herzstück

Das OpenBook die Social Trading PlattformDiese Social Trading Plattformen bieten den idealen Weg zum Austausch. Denn die Masse macht es aus. Etoro betitelt sein OpenBook mittlerweile als größte Copy Trading Plattform der Welt und bietet mit der Vielzahl an Nutzern ein sehr vertrauenswürdiges Angebot. Je mehr User einer solchen Plattform angehören, um so vertrauenswürdiger wird der Austausch untereinander und die Social Trader durchsichtiger. Es gleicht dem Prinzip von Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Betrüger haben hier kaum eine Chance. Denn wenn die Masse von einem Anleger überzeugt ist, dann wird dies auch öffentlich so dargestellt. Will heißen, dass die große Anzahl an Usern eine aussagekräftige Power und ehrliche Meinung bietet und man auf die Aussagen vertrauen kann. Auch wenn sich unter den Usern einzelne Betrüger tummeln, gehen diese in der Masse unter.

Wie ihr seht, liegt der Vorteil an einem Social Trading darin, dass man sich nicht erst für viel Geld einen privaten Broker einstellen muss, oder auf die Broker der Banken angewiesen ist, die ebenso eine Menge an Provision verlangen, sondern auf die Social Trading Community vertrauen kann und Betrügern keine Chance gibt. Man findet schnell die besten Social Trader und kann ihnen als Follower dabei zusehen, wie sie sich ihr Portfolio aufbauen und verwalten. Ist man dann an einem Trader interessiert oder eher gesagt an seinem Portfolio und seiner Art und Weise der Anlegestrategien, so kann man ihn kopieren und mit einsteigen. Im besten Fall steigt sein Portfolio in kurzer Zeit und man verdient an dem Talent des Traders mit.

Um Sicher zu gehen, keinem Betrüger auf den Leim gegangen zu sein, kann man die Bewertungen der anderen Follower zugrunde legen. Zudem ist es auch möglich Kommentare zu schreiben und sich mit anderen Usern über die Social Trading Plattform bzw. Copy Trading Plattform austauschen.

Warum nicht selbst ein Social Trader werden?

Ein zudem positiver Aspekt, der sich schnell ableiten lässt und einen lukrativen Nebeneffekt darstellt, ist, dass man durch das beobachten der besten Social Trader und deren Portfolios selbst zu einem guten Trader werden kann. Man bekommt ein Gefühl für das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren, Devisen und Fonds. Über ein Demo Depot kann man seine Ideen ohne Angst vor Verlusten austesten und seine Kurse verwalten. Hat man es drauf und vermehrt sein Geld wird man schnell von anderen Usern geliked und bekommt Follower.

Doch denkt immer daran: Betrug hat beim Social Trading keine Chance!

Betrug und abzocke beim Social Trading?Wie schon weiter oben erwähnt, ist das Vertrauen der einzelnen User zu erlangen das A und O. Und das wiederum ist nur durch eine transparente Anlage Strategie zu erlangen. Die Follower müssen den Durchblick beim Portfolio behalten. Sollten Sie also zwischenzeitlich ihre Strategie ändern oder von ihrem herkömmlichen sonst bekannten Anlageverhalten abweichen, klären Sie Ihre Follower darüber auf. Erläutern Sie Ihr Vorhaben und versuchen Sie es Ihren Followern verständlich zu machen. So kann dann jeder für sich und früh genug darüber entscheiden, ob er diesen Weg mit Ihnen gemeinsam gehen möchte oder ob er sich an dieser Stelle aus dem Social Investment rauszieht. Doch machen Sie sich darüber keine allzu großen Sorgen: Social Trader sind an den Provisionen interessiert und handeln daher meistens mit gutem Gewissen. Denn schlussendlich zählt der Verdienst. Der wiederum ist nur mit einer guten Anlagestrategie zu erreichen. Nur Fame und Likes bringen einen hier nicht weiter. Und Betrug im Social Trading ist Gift für die ganze Community. Außerdem werden betrügerische Absichten meist recht früh durch die Masse der User entlarvt.

Copy Trading / Mirror Trading

Gehen wir nochmal genauer auf das Schema oder die Art und Weise dieser Trading Methode ein. Beim Social Trading gibt es die Möglichkeit ganze Portfolios inklusive aller Transfers 1:1 zu kopieren. Man spricht dann vom so genannten Copy Trading oder auch Mirror Trading. Hierbei wird gezielt das Portfolio eines Anlegers ständig mit dem eigenen abgeglichen und dauerhaft angepasst. Wird also eine Transaktion durchgeführt, beispielsweise ein Aktienkauf oder ein Devisen Verkauf, dann geschieht dies auf der anderen Seite auch zeitgleich beim eigenen Depot. So ist man immer auf dem Stand des Social Traders seiner Wahl und partizipiert live an seinen Erfolgen und auch Misserfolgen. Einem erfolgreichen Anleger hier zu folgen und seiner Anlagestrategie zu vertrauen, kann also schnell zum gewünschten Erfolg führen. Sie sollten also immer die Rangliste der besten Social Trader im Auge behalten und bei eToro das OpenBook als Kommunikationsweg nutzen. Tauschen Sie sich ruhig so oft es geht mit anderen Nutzern aus und werten Sie die einzelnen Broker selbst aus.

Die besten Social Trading Plattformen im Überblick

Social TradingMittlerweile gibt es zahlreiche Social Trading Plattformen im Internet. Klar, der Trend ist da und alle wollen mit auf den Zug aufspringen. Doch wir raten Ihnen um Betrug weitestgehend aus dem Weg zu gehen und auf etablierte Social Trading Plattformen zu setzen. In Deutschland haben sich eToro, Ayondo und Wikifolio durchgesetzt und stellen die seriösesten Plattformen im Bereich Social Trading dar. Außerdem ist es bei diesen drei Anbietern nicht nur möglich Aktien zu handeln, sondern auch den Devisen-Markt mit Forex Geschäften, Differenzkontrakte wie CFDs, Rohstoffwertpapiere bzw. ETCs und ETFs – die börsengehandelten Indexfonds mit in sein Portfolio aufzunehmen. Die bunte Mischung aus den vielen Anlagemöglichkeiten lässt zudem das Risiko streuen und gibt daher mehr Sicherheit. Fallen also einige Werte aus dem Aktienmarkt, die man seinem Depot zugefügt hat, kann man seinen gesamten Kurswert durch die anderen Wertpapiere stabil halten.

Was uns sehr positiv auffiel, ist, dass eToro zudem einen Newsfeed in seinem OpenBook für alle Nutzer bereitstellt. Dieser Feed ähnelt der Chronik bekannt aus Facebook und ist den Nutzern daher ein vertrautes Instrument. Hier ist man immer aktuell auf dem Laufenden und hat alle wichtigen Nachrichten direkt nach dem Login übersichtlich aufgelistet. Hier werden nicht nur wichtige Kommentare direkt angezeigt und neue Likes hervorgehoben, sondern der Nutzer sieht vor allem die neuesten Transaktionen seiner Social Trader und ist daher über jeden Kauf und Verkauf von Aktien live informiert.

Günstiges Einstiegskapital

Außerdem sehr attraktiv auf der Plattform, die eToro bereithält: Der geringe Einstiegspreis. Schon für 50 US-Dollar kann der angehende Follower hier seinen Trader kopieren und mitmischen. Die beiden anderen Plattformen (Wikifolio und Ayondo) rufen hier direkt mindestens 100 US Dollar Einzahlungsminimum auf. Jedoch sollten Sie es nicht davon abhängig machen. Wir finden beide Varianten recht günstig für Einsteiger.