Wikifolio – Das Traden im Web 2.0

Wikipolio BildSoziale Netzwerke dienen schon lange nicht mehr nur dem sinnlosen Austausch von privaten Urlaubsfotos oder dem Teilen von Rezeptideen. Likes werden mittlerweile auch zweckvoller angewandt – Wie zum Beispiel auf der Online Broker Plattform Wikifolio. Hier präsentiert man seinen Followern nicht seinen Alltag in Form von Hashtags, sondern postet seine neuesten Anleger Tipps und gibt im besten Fall sogar sein ganzes Portfolio preis. Anleger haben auf Wikifolio die Möglichkeit ihre Aktien Trends öffentlich zu machen und somit Interessierten zum kopieren bereitzustellen.

Wikifolio, der Name leitet sich vom allseits bekannten Wikipedia ab. Auch hier besitzen die Nutzer die Freiheit an etwas teilzuhaben und mitzuwirken. Gleiches Prinzip verfolgt Wikifolio als Online Broker. Die Plattform soll Wertpapierhändler zusammenbringen, um gemeinsam die besten Fonds zu traden. Kurz und knapp erklärt, hat auf Wikifolio jeder die Chance sein eigenes Portfolio an Aktien anderen Usern mitzuteilen und darzulegen. Interessierte Anleger können sich nun am Erfolg der besten Trader dranhängen und die Strategien nachahmen. Durch den gut strukturierten Aufbau dieses soziale Netzwerks finden sich auch neue User sofort zurecht. Es ähnelt stark den bekannten sozialen Netzwerken und lehnt daran an.

Likes für gute Anlagestrategien

Likes für WikifolioAuch hier hat die Community die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen und mit Likes andere Händler zu bewerten. So entstehen Ranglisten, die die besten Trader hervorheben. Die Gemeinschaft kann sich absprechen und auf die erfolgreichsten Trader des Wikifolio Netzwerkes hinweisen.

Wahrscheinlich erkennen Sie schon die parallele zum vergleichbaren System. Etoro macht es ähnlich und ist daher auch der größte Konkurrent in diesem Bereich. Jede Plattform für sich hat seine Stärken und Schwächen. In diesem Artikel wollen wir uns auf das Wikifolio konzentrieren und Sie auf die positiven sowie negativen Eigenschaften hinweisen.

Zertifikate sind der Schlüssel zum Erfolg

Was sind ZertifikateDer größte Vorteil gegenüber der Konkurrenz im Bereich Wertpapierhandel über Soziale Netzwerke ist die Abwicklung. Anders als bei herkömmlichen Systemen sind bei Wikifolio die Portfolios der anderen Anleger in Zertifikate gewickelt, die von Lang & Schwarz, der L&S Bank, herausgegeben werden. Somit müssen Sie nicht alle einzelnen Aktien erwerben, die in einem Portfolio liegen, sondern können direkt das Gesamtpaket als ein Zertifikat kaufen. Die Vorteile liegen nicht nur in der Abwicklung. Denn im Falle eines Verkaufs werden Sie das ganze Zertifikat mit allen Inhalten los.

Welche Kosten und Gebühren fallen an?

Natürlich gibt es das alles nicht umsonst. Nachfolgend möchten wir Ihnen die Kosten erläutern, die für Sie als Follower anfallen, wenn Sie sich einem Trader anschließen und dessen Zertifikat erwerben. Wikifolio erhebt in erster Linie eine Grundgebühr pro Jahr und nebenher eine Erfolgsprämie von maximal 30% der erzielten Rendite. Je nach Erfolg des Traders tragen Sie natürlich die Kosten mit, die Sie im Vorfeld immer im Auge behalten sollten. Diese Vorgehensweise von Wikifolio ist allerdings von unserer Seite als sehr seriös einzuschätzen und grenzt nicht an Betrug oder hegt böse Absichten. Die anfallenden Gebühren von Wikifolio sind durchschaubar und für den Anleger transparent gestaltet. In dem Fall vergeben wir einen großen Pluspunkt. Denn einige wenige Anbieter oder Betreiber von Wertpapier Netzwerken gehen mit diesen Informationen weitaus spärlicher um. Wenn Sie unsere Tests und Erfahrungsberichte schon länger mitlesen und verfolgen, haben Sie sicherlich entnommen, dass Transparenz eine wichtige Rolle spielt. Nur mit Vertrauen kann man eine langfristige Geschäftsbeziehung aufbauen. Gerade wenn es wie im Wertpapierhandel um viel Geld geht.

Finden Sie den perfekten Trader Ihres Vertrauens

Trader findenEiner der besonderen Vorteile bei Wikifolio ist sicherlich die sensible Selektion. Der Follower – oder sagen wir besser zukünftige Anleger – kann ein Portfolio ganz nach seinem Geschmack ausfindig machen, in dem er seine Kriterien eingibt. So kann er gezielt nach seinen Vorlieben wählen und den Trader ausfindig machen, der auf ihn zutrifft. Man muss sich also keinesfalls einfach einem guten Trader hingeben, wenn man mit seiner Anlagestrategie überhaupt nicht konform ist. Denn Erfolg erzielt man an der Börse nur mit Vertrauen. Und das wiederum hat man nur in Anlagestrategien, hinter denen man selbst voll und ganz steht. Der Anleger hat bei Wikifolio daher die Möglichkeit ganz klassisch in Aktien und ETFs zu investieren und hier auch nochmal in Risikoklassen zu untergliedern. Oder aber er setzt auf CFD Anlagemethoden mit Hebeln und ist risikoreicher in seiner Geldanlage. Die Entscheidung bleibt dem Anleger selbst überlassen und er muss sich über die Höhe der möglichen Renditen , aber auch über den Totalverlust im Klaren sein.

Auch hier können wir wieder nur bestätigen, dass die Vorgehensweise von Wikifolio nichts mit Betrug zu tun hat, sondern dem Anleger Freiheit und Transparenz verschafft. Man sollte sich eben immer im Vorfeld einer solchen Investition im Klaren darüber sein, dass das Emittentenrisiko nicht ausgeschlossen ist. Die Bank, die hinter dem ganzen steht – in diesem Fall die Lang & Schwarz – kann pleite gehen und würde in dem Fall Ihr gesamtes Vermögen verschlingen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, wählt hier lieber eine Social Trading Plattform die das Copy Trading oder auch Mirror Trading genannt unterstützt. Hier kauft man keine Zertifikate, die das Portfolio des Anlegers abbilden, sondern investiert ebenso einzeln in die ganzen Aktien. Doch bedenken Sie, dass in solchen Fällen hohe Transaktionsgebühren anfallen. Ein Gegenrechnen oder Vergleichen ist hier nicht ausgeschlossen.

Lesen Sie dazu unsere anderen Tests und Erfahrungsberichte.

Füllen Sie Ihr Depot und legen Sie gleich los!

Über die Einzahlung und Auszahlung können wir bei unserem Wikifolio Bericht nicht machen. Denn anders als bei den anderen Social Trading Plattformen ist bei Wikifolio noch ein separates Bankkonto oder Aktiendepot notwendig. Zu den Kosten müssen Sie sich direkt dort informieren. Dies Kosten fallen daher auch on top an und müssen mit einkalkuliert werden. Vergessen Sie also nicht diese mit einzubeziehen, wenn Sie sich entscheiden.

Bei Fragen stets zur Stelle

Der Support für die Kunden geschieht im Idealfall ausschließlich über Email. Dies kann in einigen Belangen sehr mühselig sein und Nerven kosten. Gerade die umfangreichen Anlagestrategien erst einmal in eine Email zu verpacken, um die Fragen zu klären, kostet dann auch noch enorme Zeit. Versuchen sie sich bei Wikifolio mit den bereitgestellten FAQs zu helfen und Ihre offenen Fragen damit zu beantworten. Es wird zwar auch noch ein Support über Telefon angeboten. Dieser war bei unseren Tests allerdings nur schwer zu erreichen, und das obwohl zwei verschiedene Telefonnummern angegeben werden.
Unser Tipp: Wenden Sie sich an andere Nutzer, User und vor allem Trader, die ihre Portfolios und Fonds öffentlich bereitstellen. Diese wissen im besten Fall immer am besten Bescheid und wollen Ihnen auch zügig helfen. Schließlich verdienen diese Trader bei erfolgreich vermitteltem Depot mit.

Social Trading Vs. Social Media – Die Parallele

Die Oberfläche von Wikifolio hat für uns keine Hürden dargestellt. Alles ist sorgfältig durchdacht und aufgeräumt angeordnet. Auch neue User finden sich hier schnell zurecht und können intuitiv arbeiten. Ein blindes Mausgeklicke gab es bei unseren Tests nicht. Der Weg zum Ziel erschien uns immer als sehr durchdacht gewählt. Da die meisten in Sachen Social Network geübt sind, fällt der Umstieg auf Social Trading kaum schwer. Alles erinnert an bekannte Social Network Kanäle, daher ist die Plattform auch für Einsteiger freundlich. Wir empfehlen dennoch sich mit den wichtigsten Funktionen im Vorfeld vertraut zu machen, um bei Bedarf schnell reagieren zu können. Je nach Höhe des Einsatzes Ihrer Investition sind eventuell schnelle Handlungen gefragt.

Wer viel unterwegs ist und dennoch nichts aus dem Auge verlieren möchte, der kann auch die mobile Variante von Wikifolio nutzen. Alle Funktionen sind hier auch auf dem Handy und Tablett zu finden. Der User muss also nicht zwangsweise zu Hause oder im Büro am Computer sitzen, um seine Geschäfte im Blick zu haben. Auch in der Mobilversion von Wikifolio haben wir uns schnell zurecht gefunden und waren erstaunt wie zügig der Seitenaufbau läuft. Natürlich ist die mobile Handyversion von Wikifolio nicht so übersichtlich, aber die Macher haben es geschafft, die wichtigsten Funktionen unterzubringen.

Fazit: Kein Betrug! Klare Empfehlung!

EWikifolio online Betrug und abzocke ausgeschlossenUnsere Schlussfolge dieses Tests lautet ganz klar: Empfehlung! Gerade Einsteiger finden sich schnell zurecht und können sich durch erfolgreiche Trader leiten lassen. Die Höhe des Einsatzes oder des Investments ist dabei ganz dem Anleger überlassen und kann schon bei 100,- Euro beginnen. Die Kosten halten sich in Grenzen und sind fair in Relation zu den Renditen. Einzig und allein die Grundgebühr ist fest, fällt aber verhältnismäßig gering aus. Vertrauen wird bei Wikifolio ganz groß geschrieben. Auch wenn man meinen könnte, dass es nach Betrug riecht, handelt es sich hier um den modernen Wertpapierhandel. Das Internet und das Web 2.0 haben sich auch diesen Trend geangelt.