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Risikowarnung: Ihr Kapital könnte gefährdet sein

 

Kaufen Anleger Anteile von Investmentfonds, können sie sich schon mit vergleichsweise geringen Beträgen an Unternehmen beteiligen und von der Wertentwicklung in einer oder mehreren Assetklassen profitieren. Denn kleine Beträge auf mehrere Aktiengesellschaften zu verteilen, lohnt sich schon wegen der Transaktionsgebühren nicht. Die Spekulation auf einen oder zwei Werte hingegen ist mit einem enormen Risiko verbunden.

Wäre es also nur möglich, Direktinvestments zu tätigen, wären Kleinanleger also von der Teilnahme am Aktienmarkt ausgeschlossen. In einem Aktienfonds hingegen werden die Mittel zahlreicher Kleinanleger gebündelt und auf verschiedene Gesellschaften aus unterschiedlichen Branchen verteilt. Dadurch wird das Risiko auf ein Minimum beschränkt und die Fondssparer können dennoch von den finanziellen Chancen profitieren.

 

 

Ferner profitieren die Anleger günstig vom Wissen des Fondsmanagers, wofür sie beispielsweise im Rahmen einer privaten Vermögensberatung relativ viel bezahlen müssten. Umso wertvoller ist dieses Wissen beim Handel in Spezialsegmenten, beispielsweise bei Turnaround- oder Übernahmewerten. In diesem Segment können im Vergleich zu Blue Chips überdurchschnittlich hohe Renditen erwirtschaftet werden, wenn das entsprechende Wissen vorhanden ist und ein hoher Researchaufwand betrieben wird.

Diese Vorteile haben Fonds

Ein großer Vorteil von Fonds ist also die breite Streuung des Vermögens. Denn geht ein Unternehmen pleite, fällt ein Anteil aus oder erweist sich die gekaufte Immobilie als Fehlgriff, kann das bei Einzelinvestments zu großen Verlusten führen. Bei einem Fonds, der teilweise in mehr als 100 Vermögensgegenstände investiert, fällt ein derartiger Ausfall dagegen nicht ins Gewicht.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich die Anleger nach dem Kauf nicht mehr mit der Geldanlage auseinander setzen, weil alle Entscheidungen vom Fondsmanager getroffen werden. Dieser ist jedoch an die gesetzlichen Vorgaben sowie an die im Anlageprospekt festgelegten Grenzen gebunden. Darin ist festgelegt, in welche Werte investiert werden darf und wann Umschichtungen vorgenommen werden müssen. Experten führen also die Research durch, wählen die Titel aus und treffen die strategischen Entscheidungen. Die Anleger selbst können sich darauf beschränken, regelmäßig die Risiko- und Kursentwicklung des Fonds zu betrachten. Es lohnt sich, den eigenen Fonds mit anderen zu vergleichen und zu überprüfen, ob der Fonds noch zur eigenen Depotstruktur und den Anlagezielen passt. Eine Umschichtung in andere Fondsarten kann etwa Sinn machen, weil sich der Aktienanteil des Fonds stark erhöht hat.

Pro und ContraZudem gelten Fonds als Sondervermögen, dessen Vermögen von dem der Fondsgesellschaft getrennt verwaltet werden muss. Eine eventuelle Pleite der Fondsgesellschaft hat also keine Auswirkungen auf das Vermögen der Anleger. Diese Tatsache stellt einen erheblichen Unterschied zwischen Fonds und Investmentzertifikaten dar.

Diese Nachteile haben Fonds

Mit einem Fonds lassen sich nur bestimmte Markterwartungen erfüllen. Ihren großen Vorteil spielen Fonds in steigenden Märkten aus. Bei fallenden Preisen oder Seitwärtsbewegungen lassen sich hingegen kaum attraktive Renditen erzielen. In diesem Fall stellen etwa Zertifikate die bessere Wahl dar.

Weil die Genehmigungsverfahren für Investmentfonds in Deutschland äußerst lange dauern, können Fonds nur schwer flexibel und schnell auf eine neue Entwicklung reagieren. Weil die Ausgabeaufschläge relativ hoch sind, lohnen sich Fonds vor allem als mittel- und langfristige Geldanlage. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Einnahmen als Einkünfte aus Kapitalvermögen gelten, weshalb die Anleger Abgeltungssteuer zahlen müssen.

 

Ein Aktienfonds – was ist das?

Bei Aktienfonds handelt es sich um Sondervermögen, das Kapital wird größtenteils in Unternehmensanteile aus dem In- und Ausland investiert. Teilweise kann das Fondsvermögen aber auch als Barbestand gehalten oder in festverzinsliche Wertpapiere angelegt werden. Dadurch haben die Möglichkeit, das Vermögen bei schwächeren Aktienmärkten auch in andere Wertpapiere umzuschichten. Teilweise ist es auch möglich, Derivate oder Optionsscheine zu erwerben.

Unterschieden werden Aktienfonds in Standard- und Spezial-Fonds. Erstere investieren hauptsächlich in Aktien, deren Qualität anerkannt ist, die auch als Blue Chips oder Standardwerte bezeichnet werden. Das Vermögen wird üblicherweise über verschiedene Branchen und Regionen verstreut. Ein kleiner Teil des Vermögens wird zur breiteren Streuung in kleine und mittlere Firmen investiert. Das Vermögen von Spezialfonds wird dagegen ausschließlich oder überwiegend in einzelne Branchen, Länder, Regionen oder Sektoren investiert. Auch die Investition in spezielle Aktienkategorien wie Übernahmekandidaten, Nebenwerte ist möglich.

In erster Linie eignen sich Aktienfonds für Anleger, welche langfristig gesehen eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschaften und zugleich das Risiko in einem überschaubaren Rahmen halten, auch wenn sie sich des Risikos bewusst sind. Denn bei Aktienfonds ist die Schwankungsbreite ähnlich hoch wie auf dem Markt, im Aktiensegment oder in der Branche.

Fonds und Investmentfonds

Rein rechtlich handelt es sich bei einem Investmentfonds in Deutschland um ein sogenanntes Publikums-Sondervermögen, welches durch eine Kapitalanlagegesellschaft verwaltet wird. Im Grunde kann ein Investmentfonds mit einem Topf verglichen werden, in welchen eine Vielzahl von Investoren Teile ihres Vermögens legen. Professionelle Manager investieren diese Mittel in unterschiedliche Vermögenswerte wie Aktien, Bankguthaben, Derivate oder Renten. Möglich ist auch der Erwerb von Immobilieneigentum.Hedgefonds

Die Fondsmanager verfolgen das Ziel, das Vermögen mit einer möglichst hohen Rendite gemäß den Fondsstatuten anzulegen. Zugleich müssen sie aber auch das Risiko im Auge behalten. Sie müssen sich dabei einerseits an den Anlagerichtlinien sowie gesetzlichen Vorgaben orientieren. Um das Risiko möglichst breit zu streuen, dürfen maximal fünf, in Ausnahmefällen bis zu zehn Prozent des Vermögens in Papiere eines Emittenten investiert werden. Die jeweiligen Anlagerichtlinien werden im Verkaufsprospekt veröffentlicht.

Die Anleger erhalten für ihr Geld eine bestimmte Zahl von Investmentzertifikaten. Jeder dieser Anteile steht für einen Teil des Fondsvermögens. Sie können die Zertifikate jederzeit zum Rücknahmepreis zurückgeben und haben einen Anspruch auf eine Erfolgsbeteiligung. Der Wert der Zertifikate wird durch die Summe sämtlicher Vermögenswerte, die durch die Zahl der Anteile geteilt werden, ermittelt. Der Zu- oder Abfluss von Anlagegeldern beeinflusst deren Wert also nicht.

Hedgefonds

Die ersten (Dach-)Hedgefonds wurden in Deutschland erst 2004 zugelassen, zuvor konnten sich Privatanleger nicht an diesen Konstrukten nahezu nicht direkt beteiligen. Anders als andere Fonds orientieren sich Hedgefonds nicht an einen Index. Sie verfolgen das Ziel, eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. In einem gut strukturierten Depot können Hedgefonds also beigemischt werden, um das Risiko zu reduzieren. Um das Renditeziel zu erreichen, nutzen Hedgefonds unterschiedliche Instrumente, oft auch einen äußerst hohen Kredithebel.

Gern kaufen Hedgefonds Aktien auf, die vermeintlich unterbewertet sind, während überbewertete Anteile leer verkauft werden. Wendet der Fondsmanager die Arbitragestrategie an, konzentriert er sich auf Differenzen in der Bewertung identischer Wertpapiere. Daneben gibt es ereignisbezogene Strategien, bei welchen unternehmerische Ereignisse wie Übernahmen oder Konkurse im Fokus stehen.

Wie und wo werden Fonds ge- und verkauft?

Investmentfonds können bei jeder beliebigen Bank am Schalter oder im Beratungszimmer gekauft werden. Hier erhalten die Kunden auch eine persönliche Beratung durch ihren Kundenberater. Weil diese Variante jedoch mit Kosten verbunden ist, sollten gut informierte Anleger diese Vorgehensweise nicht nutzen. Beispielsweise wird hier meist der komplette Ausgabeaufschlag fällig, welcher bei Aktienfonds nicht selten bei über fünf Prozent liegt. Die Kundenberater lassen aber mit sich handeln, wenn größere Beträge investiert werden. Des Weiteren werden oft nur die hauseigenen Produkte angeboten, die nicht zwangsläufig die besten sind.

Der Kauf bei einem Discountbroker oder einer Direktbank ist wesentlich günstiger. Der Grund: Bei vielen Fonds verzichten auf bis zu 75 Prozent auf den Ausgabeaufschlag, die Rabatte liegen meist zwischen 25 und 50 Prozent. Gelegentlich gibt es aber auch Produkte, für die keine Zusatz-Kosten verlangt werden. Meist handelt es sich dabei um Produkte aus Werbekampagnen oder um schlecht verkäufliche Produkte aus dem eigenen Portfolio. Der Käufer sollte bei der Entscheidung zum Fondskauf also nicht nur auf den Ausgabeaufschlag achten. Bei vielen Onlinebanken gibt es zu diesem Thema mittlerweile übrigens auch eine Beratung.

Noch günstiger können gut informierte Anleger bei Online-Fondsvermittlern fahren. Diese können etwas mehr von der Vermittlungsgebühr weitergeben, weil sie äußerst schlanke Strukturen haben. Allerdings ist dieser Markt äußerst unübersichtlich, weshalb es für die Anleger nicht immer einfach ist, den optimalen Anbieter für ihren Bedarf zu finden.

Möglich ist der Fondskauf in Deutschland seit dem Jahr 2.000 auch über die Börse für eine steigende Zahl von Fonds. Kauf und Verkauf wird dabei ebenso abgewickelt wie Aktientransaktionen, und auch die Transaktionskosten bewegen sich in einer ähnlichen Höhe. Beispielsweise werden an der Hamburger Fondsbörse mittlerweile über 1.000 Fonds gehandelt.

Wer bietet Fonds an?

Ausschließlich Fonds- oder Investmentgesellschaften dürfen Fonds auflegen, die offiziell nach der jeweiligen Kapitalgesellschaft benannt werden. Die Anbieter sind Kreditinstitute, die sich auf die Verwaltung fremder Vermögen in Fonds spezialisiert haben. Dabei müssen die Fonds strikt voneinander und vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwaltet werden, unter anderem daher rührt auch die Bezeichnung Sondervermögen. Eine Voraussetzung besteht darin, dass die Fonds von einer unabhängigen Depotbank verwaltet werden. Deren wesentliche Aufgabe besteht in der Ausgabe und Rücknahme der Anteilsscheine und die börsentägliche Prüfung der von der Fondsgesellschaft ermittelten Preise.

Des Weiteren gelten für Kapitalgesellschaften strikte gesetzliche Regeln, welche insbesondere im Investmentgesetz (InvG) festgehalten sind. Auch die Anforderungen bezüglich der Ausstattung mit Eigenkapital sind äußerst hoch. Damit eine Kapitalgesellschaft ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen darf, muss sie zudem die entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) besitzen.

Die Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaussicht ist auch für jeden Fonds, der in Deutschland aufgelegt wird, notwendig. Ausländische Fonds benötigen eine Vertriebserlaubnis für Deutschland. Die Investmentgesellschaften müssen der Bundesanstalt auch regelmäßig Vermögensaufstellungen über jedes Sondervermögen vorlegen, damit überprüft werden kann, ob die Anlagegrundsätze erfüllt sind. Fonds werden also bestens geregelt und kontrolliert, damit die Gelder der Anleger optimal geschützt sind.

 

Welche Renditen sind mit Fonds möglich?

Wie hoch die Rendite eines Fonds ausfällt, hängt davon ab, in welche Assetklasse das Vermögen investiert wird. Wie sich die Rendite in Zukunft entwickeln wird, lässt sich allerdings grundsätzlich nicht voraussagen.

Ein Trend oder eine Prognose für die Zukunft lässt sich aus den Entwicklungen der Vergangenheit zwar ableiten, jedoch ist dabei aus unterschiedlichen Gründen Vorsicht angesagt. Denn verschiedene Studien, in welchen die Entwicklung der Renditen in der Vergangenheit untersucht wurden, kommen je nach Auftraggeber und Absicht zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Beispielsweise lässt sich das Ergebnis dadurch beeinflussen, dass der Untersuchungszeitraum geschickt ausgewählt wird. Denn ob die Betrachtung direkt vor oder nach einem größeren Einbruch auf dem Aktienmarkt erfolgt, macht einen großen Unterschied aus. Differierende Untersuchungsmethoden oder andere Vergleichsmaßstäbe haben ebenfalls Differenzen zur Folge.

Dennoch lässt sich feststellen, dass in den meisten Untersuchungen langfristig gesehen im Schnitt eine leicht höhere Rendite von Aktienfonds als bei Rentenfonds festzustellen ist. Dieser Unterschied fällt aber weitaus niedriger aus, als gemeinhin vermutet wird. Bei einer realistischen Betrachtungsweise dürfte die Differenz der Rendite zwischen Renten- und Aktienfonds bei 0,5 bis einem Prozent gelegen haben.

Auf den ersten Blick erscheint dies nur gering, allerdings hat dieser Unterschied langfristig durchaus einen großen Effekt. Schafft es ein Rentenfonds beispielsweise, im Durchschnitt alljährlich eine Rendite von sechs Prozent zu erwirtschaften, werden aus einem Startkapital von 10.000 Euro insgesamt 57.435 Euro.

Daran lässt sich ein guter Fonds erkennen

Ein wichtiger Faktor für die Qualitätsbewertung eines Fonds ist dessen relative Performance. Allerdings ist es zu kurz gedacht, sich bei der Beurteilung rein darauf zu stützen, wie sich die Wertentwicklung in der Vergangenheit durchschnittlich entwickelt hat und anschließend lediglich in den Wert zu investieren, welcher an der Spitze der Performancerangliste steht. Berücksichtigt werden müssen nämlich auch die Risiken, mit welchen der Fonds verbunden ist – diese wird durch die Volatilität ausgedrückt – sowie die Zusammensetzung des Portfolios. Ein guter Fonds weist verglichen mit anderen Produkten aus derselben Klasse stets eine vergleichsweise konstante Entwicklung im Wert auf.

Als Anzeichen für einen qualitativ hochwertigen Investmentfonds kann auch eine lange Geschichte des Fonds und seines Managements gewertet werden. Denn schlechte Manager müssen in aller Regel mit einem Abfluss der Mittel kämpfen. Über kurz oder lang wird der Fonds dann eingestellt. Diese Tatsache spricht also eher für ein Anlagekonzept, das schon seit Jahren oder sogar Jahrzehnten auf dem Markt ist. Die jeweiligen Strategien dahinter müssen aber keinesfalls alt sein. Denn eine lange Überlebensdauer auf dem Markt resultiert nicht nur aus großer Erfahrung, sondern auch aus einer hohen Anpassungsfähigkeit heraus.

Am sichersten und einfachsten können Anleger wohl den passenden Fonds finden, wenn sie sich auf das Urteil von Ratingagenturen verlassen. Diese beziehen in die Bewertung zahlreiche qualitative und quantitative Faktoren hinein, auf welche Privatanleger größtenteils gar keinen Zugriff haben oder die sie nicht auswerten können.