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Risikowarnung: Ihr Kapital könnte gefährdet sein

Der größte Vorteil von Zertifikaten besteht zweifellos, dass sich durch diese Papiere das gewünschte Anlageprofil äußerst fein justieren lässt. Welche Funktion ein Zertifikat dabei im Detail inne hat, ist vom jeweiligen Produkttyp abhängig.

Beispielsweise kann der Anleger mit sogenannten Sprint- oder Outperformance-Zertifikaten eine stärkere Teilhabe an einem eventuellen Kursgewinn erreichen. Wer in einem stagnierenden Markt eine hohe Rendite erwirtschaften möchte, sollte sich dagegen lieber für Express-, Bonus- oder Discount-Zertifikate entscheiden. Mit einem Index-Zertifikat kann der Anleger ganze Aktienmärkte komfortabel in sein Depot einbinden.

Auch die hohe Handelsliquidität, welche die Emittenten gewährleisten, zählt zu den großen Vorteilen dieser Papiere. Jeder Anleger hat also jederzeit die Möglichkeit, sein Engagement wieder zu beenden und das Zertifikat zu verkaufen und einen marktgerechten Preis zu erhalten. Wie hoch die Umsätze, die an der Börse ermittelt wurden, tatsächlich waren, spielt dabei keine Rolle. Der Grund: Die Emittenten bieten auch faire Rücknahmekurse für Zertifikate, in deren Segmenten scheinbar kein Börsenhandel stattfindet.

Mit einigen Zertifikate ist es außerdem möglich, effizient und einfach in Investmentklassen zu investieren, in welchen die Anlage nur schwierig oder zum einem zusätzlichen Aufwand verbunden ist. Das ist etwa bei Fremdwährungskonten oder Rohstoffen der Fall.

Welche Nachteile haben Zertifikate?

Bei Zertifikaten handelt es sich um Finanzderivate, für deren Zusammenstellung auch Komponenten von Optionen mit einfließen. Dadurch wird bei Fälligkeit ein spezielles Auszahlungsprofil möglich. Dieses steht meist von Anfang an fest und ist klar definiert.

Wie sich während der Laufzeit die Preisbildung entwickelt, ist dagegen weniger klar. Diese kann der Anleger vielfach nur schwer oder eventuell gar nicht nachvollziehen. Denn wie sich der Wert der Optionskomponenten entwickelt, kann auch von gegenläufigen Effekten beeinflusst werden. Für den Anleger können sich diese positiv, aber auch negativ auswirken. Der Anleger sollte also – sofern er sich für ein Zertifikat mit einer festen Laufzeit entscheidet – dieses stets auch bis zur Fälligkeit zu halten.

Je nach dem jeweiligen Produkttyp gibt es neben diesem allgemeinen Nachteil auch noch spezielle Nachteile. Beispielsweise können die tatsächlich möglichen Gewinne durch „Caps“ oder einen Verzicht auf zusätzliche Erträge wie Dividenden beschränkt sein. Ob das im konkreten Fall zutrifft, muss aber jeweils im Einzelfall geprüft werden.

Sind Zertifikate mit Risiken verbunden?

Meist unterliegt ein Zertifikat demselben Marktrisiko wie jede andere Anlageform. Das gilt auch, wenn das Risiko abgemildert ist, wie es bei Bonus- oder Discount-Zertifikaten der Fall ist. Denn muss der abgebildete Basiswert einen starken Verlust hinnehmen, können auch diese Finanzprodukte deutlich an Wert verlieren.

Davon ausgenommen sind sogenannte Garantie-Zertifikate. Bei diesen wird zumindest eine Garantie auf den ursprünglichen Anlagebetrag bei Fälligkeit gegeben. Ein Verlustrisiko trägt der Anleger also nur, falls der Emittent in Konkurs geht.

Bei Knock-out- oder Turbo-Papieren besteht im Vergleich zu Aktien dagegen ein deutlich höheres Risiko. Selbs ein moderater Konkursverlust der Basiswerte kann zum Totalverlust des Anlagebetrages führen.

Finanztreff.de ordnet diese Papiere in der eigenen Rubrik „Knock-Outs“ ein. Das gilt unabhängig davon, wie der Emittent klassifiziert wird.

 

Zertifikate, was ist das?

Bei Zertifikaten handelt es sich um Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden. Der Preis für diese Papiere leitet sich von den Kursen anderer Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Börsenindizes, ab. Die Preise für Zertifikate orientieren sich also an den Kursbewegungen der Vermögenswerte, die über Finanzderivate abgebildet werden – dem sogenannten Basiswert. Üblicherweise wird genau festgelegt, mit welcher Rückzahlung die Anleger rechnen können, wenn der Basiswert welchen Kursverlauf hat.Zertifikate handeln

Weil Zertifikate also eng an den Basiswert gekoppelt sind, kann der Anleger beispielsweise vorübergehend eine Aktienposition gegen ein Zertifikat auf diese Aktie eintauschen. Damit kann er die besonderen Möglichkeiten, die Zertifikate bieten, in bestimmten Marktpositionen nutzen, ohne dass er zugleich die grundsätzliche Ausrichtung seines Depots ändern muss.

Allerdings werden teilweise verschiedene Gruppen von Produkten unter dem Begriff „Zertifikat“ zusammengefasst. Einige Anbieter bezeichnen etwa Produktgruppen, deren Risiken vergleichbar mit jenen der Anlage in Aktien oder sogar wesentlich geringer sind, als Zertifikate. Andere Anbieter wiederum bezeichnen selbst hochriskante Spekulationsinstrumente, beispielsweise das sogenannte „Turbo-Zertifikat“ als Zertifikate. Bei diesen besteht eine größere Gefahr, dass die Anleger ihr Kapital komplett verlieren.

Finanztreff.de weicht von der uneinheitlichen Praxis der Anbieter ab und grenzt Spekulationsinstrumente deutlich von Produkten mit Investmentcharakter ab. Soweit es möglich ist, wird der Begriff „Zertifikat“ also ausschließlich für Wertpapier-Produkte verwendet, deren Risiko der allgemeinen Aktienlage entspricht.

Die unterschiedlichen Arten von Zertifikaten

Die Bandbreite an Zertifikaten ist äußerst breit gefächert und umfasst zahlreiche Konstruktionen unterschiedlicher Produkte. Teileweise sind es jedoch lediglich Varianten der verschiedenen Hauptarten. Teilweise werden aber auch komplett neue und auch einzigartige Strukturen als Zertifikate bezeichnet. Dadurch entsteht eine Vielfalt, die es dem Anleger möglich macht, für nahezu jedes Anlageziel und jede Markterwartung ein passendes Produkt zu finden. Es ist jedoch wichtig, die Modalitäten des jeweiligen Produktes genau zu überprüfen.

Diese Überprüfung ist vor allem bei den sogenannten Garantiezertifikaten notwendig. Diese haben oft nur gemeinsam, dass die Anleger zumindest ihr investiertes Kapital zurückbekommen, sobald die Laufzeit endet. Zusätzliche Erträge, die darüber hinausgehen, lassen sich auf unterschiedliche Arten erwirtschaften.

Dieser Grundsatz gilt auch für Basket- oder Strategie-Zertifikate, durch die sich ein bestimmter Investmentansatz nachbilden lässt. Bei Basket-Zertifikaten geschieht das üblicherweise dadurch, dass bestimmte Aktien themenorientiert ausgewählt werden. Bestimmte Kennzahlen dienen hingegen häufig bei Strategie-Zertifikaten, um die Aktien auszuwählen.

Die Airbag-, Express- und Outperformance-Zertifikate sind dagegen weitgehend standardisiert.

Die Outperformance-Zertifikate machen es möglich, dass die Anleger uneingeschränkt und überdurchschnittlich hoch an den Kursgewinnen, die im abgebildeten Basiswert erwirtschaftet werden, teilhaben können. Der Anleger verzichtet dafür auf die Zahlung etwaiger Dividenden.

Das Startkapital sowie eine zusätzliche Prämie werden bei einem Express-Zertifikat erstattet, sofern der Basiswert an einem bestimmten Stichtag zumindest das Kursniveau erreicht, das er zum Start des Zertifikats hatte. Ein Börsenstillstand reicht also aus, um die Prämie zu bekommen. Innerhalb eines Kalenderjahres werden meist mehrere Stichtage festgelegt. Erfolgt zum ersten Stichtag keine Rückzahlung, wird die Prämie dem zweiten Jahr hinzu gerechnet.

Ein Airbag-Zertifikat stellt eine Art Sicherheitsnetz zur Absicherung der Anleger dar. Der Verlust beginnt erst, wenn der Rückschlag des Basiswertes höher ist, als die zuvor festgelegte Spanne.

 

Wo und wie lassen sich Zertifikate kaufen und verkaufen?

Erwerben lassen sich Zertifikate meist – genauso wie Aktien – an der Börse. Im Unterschied zu Aktien spielt es aber keine Rolle, wie es um Angebot und Nachfrage bestellt ist, weil die Emittenten für die von ihnen ausgegebenen Zertifikate stets marktgerechte Kurse für den Verkauf und die Rücknahme anbieten. Auch wenn der Börsenhandel scheinbar völlig liquide ist, kann der Besitzer seine Zertifikate also jederzeit wieder verkaufen.

Weil das Handelsangebot der Anbieter ständig besteht, ergibt sich daraus noch eine weitere Möglichkeit, mit den Papieren zu handeln. Der Grund: Emittenten bieten meist auch einen außerbörslichen Direkthandel an. Dort sind die Preise identisch mit jenen an der Börse, sodass die Verkäufer dadurch keinen Nachteil haben.

Wieso gibt es bei Zertifikaten ein Bezugsverhältnis?

Durch das Bezugsverhältnis sollen bestimmte Anlageobjekte „handlicher“ gemacht werden, sodass Investitionen auch mit kleineren Beträgen möglich werden. Auf den Dax etwa werden die Indexzertifikate üblicherweise mit einem Bezugsverhältnis, das bei 1 zu 100 liegt, angeboten. Die Anleger müssen für ein Dax-Zertifikat also beispielsweise lediglich 50 statt 500 Euro bezahlen.

Je Indexpunkt im Dax kann also auch lediglich ein Euro-Cent statt eines Euros angesetzt werden. Schließlich liegt in diesem Fall das Bezugsverhältnis ebenso bei diesem Faktor: Ein Euro ist für 100 Euro-Cent zu bekommen.

Warum werden Zertifikate ohne Fälligkeit angeboten?

Damit auch die Anforderungen langfristig orientierter Kapitalanleger erfüllt werden können, bietet ein Großteil der Banken mittlerweile auch Zertifikate, für die es keinen festen Fälligkeitstermin gibt, an. Dadurch sparen sich die Anleger die Ordergebühren, welche durch die Wiederanlage bei einem langen Anlagehorizont entstehen würden.

Die Möglichkeit, dass Zertifikate zu jedem beliebigen Zeitpunkt zu ihrem aktuellen Marktwert an den Emittenten zurückgegeben werden können, wird davon nicht berührt. Obwohl die Laufzeit derartiger Zertifikate theoretisch unbegrenzt ist, Räumen die Banken den Anlegern bei derartigen Zertifikaten den Anlegern eine Art Kündigungsrecht ein. Denn die „Fälligkeitsfrist“ kann nachträglich eingesetzt werden. Das muss der Anleger jedoch mit einem vergleichsweise langen Vorlauf von bis zu zwei Jahren ankündigen. Bezeichnet werden derartige Endlos-Konstruktionen als Unlimited- oder Open-End-Zertifikate.

Inwiefern beeinflusst die Bonität des Emittenten das Zertifikat?

Rein formal gesehen handelt es sich bei einem Zertifikat um eine Schuldverschreibung der ausgebenden Bank. Grundsätzlich trägt der Anleger somit ein Gläubigerrisiko, was im Fall einer Insolvenz des ausgebenden Geldinstitutes wichtig wird. Langfristig orientierte Anleger – etwa wenn die Geldanlage der Altersvorsorge dienen soll – sollten also Zertifikate von Anbietern, die eine hohe Kreditwürdigkeit besitzen, bevorzugen.

Einen Anhaltspunkt dafür geben Ratingagenturen wie Fitch, Standard & Poors oder Morgan Stanley. Diese überprüfen in regelmäßigen Abständen die Kreditwürdigkeit von Banken und anderen Unternehmen.

 

Die Chancen bei Zertifikaten

Wie hoch die Chancen für die Anleger sind, hängt vom Produkttyp ab. So reicht die Bandbreite der Möglichkeiten von einer überproportionalen Beteiligung an Kursgewinnen bis hin zu einer steueroptimierten Rendite auf dem Niveau einer Anleihe.

Zudem bieten Zertifikate einige Möglichkeiten zu hohen Renditen, wenn es keine nennenswerte Kursgewinne oder sogar Verluste an der Börse gibt. Damit bieten diese Papiere einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Anlageformen wie Investmentfonds oder Aktien, weil hier Gewinne nur in steigenden Märkten realisiert werden. Möglich ist dies bei Express-, Bonus- und Discount-Zertifikaten.

Zertifikate und die Steuern

Seitdem 2009 die Abgeltungssteuer eingeführt wurde, werden sowohl laufende Erträge als auch Verkaufsgewinne mit 25 Prozent (plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) versteuert. Dabei behandelt die Abgeltungssteuer alle Arten von Zertifikaten gleich, die Haltedauer spielt keine Rolle.

Ein Bestandsschutz besteht lediglich für Zertifikate, die spätestens bis zum Stichtag 14. März 2007 gekauft wurden. Diese Papiere können also jederzeit steuerfrei verkauft werden, sobald die einjährige Spekulationsfrist abgelaufen ist. Verluste aus Zertifikaten können – unabhängig vom Zeitpunkt des Kaufs – aber komplett mit sämtlichen Gewinnen aus Kapitalvermögen vollständig verrechnet werden.

Die Ausgabe von Zertifikaten

Üblicherweise werden Zertifikate von Sparkassen, Landesbanken oder großen Geschäftsbanken ausgegeben. Gelegentlich erfolgt die Ausgabe auch durch deren Tochterfirmen, kleineren Wertpapierhandelshäusern und andere Finanzdienstleister.

Das ist insbesondere bei langfristigen Anlagen im Hinblick auf die Bonität wichtig. Der Grund: Formaljuristisch handelt es sich bei einem Zertifikat um eine Schuldverschreibung des Anbieters. Anleger werden im Fall einer Insolvenz also unter Umständen nicht bedient. Für die Auswahl des Anbieters geben Ratingagenturen wie etwa Standard & Poors eine Hilfestellung.

Die Kosten und Gebühren

Wer Zertifikate kauft, muss zwei Arten von Gebühren bezahlen: Einmalige Kosten beim Kauf sowie regelmäßig wiederkehrende Kosten. Darunter fallen insbesondere die Strukturierungs-

Kosten für Zertifikate

Behalten Sie die Kosten für Zertifikate im Blick

Gebühren, die quartalsmäßig oder jährlich erhoben werden. Diese sind vergleichbar mit den Management-Gebühren bei Investmentfonds und werden mit den Erträgen aus dem Zertifikat verrechnet. Der Emittent ist nicht dazu verpflichtet, ausdrücklich auf diese Gebühr hinzuweisen. In diesem Fall werden die Gebühren oft dadurch verrechnet, dass Zinsen oder Dividenden nur eingeschränkt oder nicht weitergegeben werden.

Diese Gebühren müssen auch gezahlt werden, wenn das Zertifikat nicht im Wert steigt. Dann steigt für den Anleger also der Verlust, wobei hier ein geringerer Abschlag erhoben wird als bei einem Kursanstieg. Der Grund liegt darin, dass die Gebühren als prozentualer Anteil des Wertes errechnet werden.

Diese Gebühren werden meist nur bei Papieren mit einer unbeschränkten Laufzeit erhoben. Hier entsteht beim Emittenten nämlich ein regelmäßiger Aufwand.

Die einmaligen Kosten dagegen werden stets erhoben. Diese setzen sich aus den üblichen Bankspesen für den Wertpapierkauf sowie den Konditionen der depotführenden Bank zusammen. Aber auch der Anbieter selbst erhebt Gebühren. Diese werden bei neuen Papieren über einen Ausgabeaufschlag, ansonsten über die Geld-Brief-Spanne, erhoben.

Diese Spanne basiert auf der Tatsache, das vom Anbieter stets zwei verschiedenen Preise angeben, zu welchen der Handel möglich ist. Durch den Brief-Kurs wird angegeben, zu welchem Preis der Anleger das Zertifikat kaufen kann, der Geld-Kurs besagt den Rücknahmepreis. In aller Regel ist der Brief-Kurs etwas höher als der Geld-Kurs. Bei Zertifikaten fällt dieser „Ausgabeaufschlag“ aber geringer aus als bei anderen Anlageformen.